Escherwiese / Hyatt Park Hotel 1963

Wo früher einmal die Escherwiese war, wurde in den 60er Jahren eine provisorische Parkierungsebene mit über 300 Parkplätzen errichtet. Es passierte das, was mit einigen Provisorien in der Stadt Zürich schon geschehen ist: es wurde zu einem Providurium und blieb über 40 Jahre lang bestehen. Per Volksabstimmung wurde 1992 beschlossen, dass das Areal zum Bau eines Hotels reserviert wird. Am 3. Juni 2002 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, welche im Oktober 2004 beendet wurden. Der Hotelbauer wurde verpflichtet, die verlorenen Parkplätze von der alten Parkebene auch weiterhin zur Verfügung zu stellen. So entstand das Parkhaus Hyatt Park (267 Plätze).

=> Einzelbild 1963
=> Einzelbild 2016

Quelle 1963: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

 

für den Mann, ZUMBA

Sehr erstaunt war ich, als ich dieses Inserat im Tagesanzeiger des 19. September 1963 gesehen habe. Gab es dieses auf Tanz basierende Fitness-Konzept namens ZUMBA sogar schon in den 60er Jahren – und dies noch speziell für den Mann?
Beim genaueren Hinschauen erfährt man dann, dass es sich nicht um Aerobic, sondern um eine psychotrope Substanz handelt, welche offenbar die nötigen Kräfte zur Abwicklung des Fortpflanzungsvorganges verleihen soll. Erhältlich in allen Apotheken.

Quelle: Tagesanzeiger

 

Post Stelleninserat 1963

In einem Inserat, welches der Tagesanzeiger am 25.Juli 1963 publizierte, suchte die schweizerische Post Briefträgerinnen. Natürlich damals noch unter dem Namen „Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe“, kurz PTT. Ehrlich und transparent damals noch die Angabe zum Salär, welches einen je nach Alter erwartete. Allerdings würden auch mit der Aussicht für die Obergrenze von 792.- brutto heute im Jahr 2016 kaum mehr Bewerbungen für dieses Stellengesuch eingehen.

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postinserat2016

Präsident Kennedy in Texas ermordet!

So lautete die Titel-Schlagzeile des Tagesanzeigers vom 23. November 1963, aus welcher Ausgabe auch dieser Artikel ist.
Die Laufschrift auf dem Bild war an der Fassade des Gebäudes am Bahnhofplatz 14 installiert, dem damaligen Gebäude des Hotel Habis-Royal. Das Gebäude wurde 1990 abgerissen, die Fassade aber wieder detailgetreu nachgebaut.
(unten der Artikel abgeschrieben in Computerschrift)

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Passanten starren auf die Leuchtschrift-Nachrichten am Bahnhofplatz. „Er starb kurz nach 20Uhr“, müsste der vollständige Satz lauten. Die nüchternen Worte brachten Gewißheit: Der amerikanische Präsident John F. Kennedy war tot; ein Attentat hatte seinem Leben ein jähes Ende gesetzt. Die unfaßliche Tatsache verbreitete sich sehr rasch in unserer Stadt und rief überall Bestürzung und Trauer hervor.

Auch die Zürcher trauern mit

mk. „Der amerikanische Präsident John F. Kennedy ist nicht mehr. – Ein großer Staatsmann ist tot.“ Während Stunden die metergroßen Leuchtlettern am Zürcher Bahnhofplatz gestern Kunde vom ruchlosen Attentat in Dallas; in fragmentarischer Kürze folgten die neusten Meldungen zum Anschlag. Schweigend, mit ernster Miene starrten Hunderte von Zürchern gebannt auf die Leuchtschrift. Nur selten wurde in Gruppen über das Ereignis diskutiert; nachdenklich, ungläubig den Kopf schüttelnd ging der einzelne seines Weges.
Das Bild wiederholte sich am Central und am Bellevue, auf den Straßen und Plätzen im Zentrum der Stadt – überall verschlossene, ernste Mienen. Die Stimmung glich derjenigen am Vorabend eines Krieges, die Stadt schien in Erwartung einer allgemeinen Mobilmachung. Die schweigende Trauer der Passanten auf Zürichs Straßen dokumentierte überzeugend das enorme Ansehen Präsident Kennedys, das Vertrauen, das der Westen in seine starke Persönlichkeit setzte. Auch für den Zürcher war er der Garant des Weltfriedens; schlagartig erinnerte man sich wieder an die feste Haltung, die dieser Präsident mit dem Jungengesicht verschiedentlich dem Osten gegenüber bewiesen hatte. Der Präsident, trotz seiner noch jungen Jahre ein sehr profilierter Politiker, war an der Limmat beinahe ebenso populär wie in den Vereinigten Staaten. Umso unfaßbarer schien es, dass man John F. Kennedy nach dem Leben trachten konnte. Ein Attentat, das man bei anderen Staatsoberhäupter nicht gebilligt, aber doch vielleicht eher verstanden hätte, schien hier ausgeschlossen, unwahrscheinlich und sinnlos. Unfassbar schien deshalb auch dem Zürcher die unumstößliche Tatsache der entsetzlichen Tat.
Bis gegen Mitternacht verfolgte auf dem Bahnhofplatz eine stattliche Menge die Mittteilungen der Leuchtschrift, eine Gruppe Passanten hatte sich um ein Kofferradio geschart, andere verfolgten die Meldungen in den Radios von Taxis. Auf den Perrons saßen ausreisende Italiener auf einem Gepäck und versuchten, das Extrablatt der NZZ zu übersetzen. Das Druckerzeugnis hatte einen reißenden Absatz gefunden, an Tramhaltestellen, in Restaurant, in parkenden Autos, auf Straßen und Plätzen wurden die spärlichen Meldungen verschlungen. Das gedruckte Wort schien die Bestätigung für die Hiobsbotschaft bringen zu müssen, die sich mit Windeseile in der Stadt verbreitet hatte.

Stille in den Restaurants

kad. Mit Windeseile verbreitete sich die Nachricht auch in den Restaurants. Tischgespräche, Jazz- und Schachspiel und das Spiel der Musikboxen wurden unterbrochen, als die Spätnachrichten eingeschaltet wurden, denen man in lautloser Stille lauschte. In einem Lokal brachen selbst die Heilarmeeleute, die eben zu ihrem üblichen Auftritt gekommen waren, ihre Gesangsdarbietungen zugunsten der Nachrichten ab. Oeffentliche Telephonkabinen waren während des Abends regelrecht belagert, weil Passanten den Telephonnachrichtendienst abhören wollten und einender den Hörer aus der Hand rißen. Wer konnte , rief schnellstens die nächsten Angehörigen, Freunde und Bekannte an, um ihnen das erschütternde Geschehen raschest mitzuteilen und meistens dann zu erfahren, daß diese es bereits wußten.

Seegfrörni 1963

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Die letzte #seegfrörni vom #zürichsee war im Jahre #1963 . In diesem Winter siehts nicht wirklich nach einer Wiederholung dieses Spektakels aus. #zürisee #zurich #zürich #frozen #frozenlake #lake #grossmünster #fraumünster #stpeter #quaibrücke #seebecken #eis #schlittschuh #schlittschuhlaufen #ice#iceskating #snow #schnee